"Nein" zu Gewalt gegen Frauen

 

Wir alle können helfen: Schauen Sie hin und sagen Sie „nein“ zu Gewalt gegen Frauen

 

Scheckübergabe an den SKFM Mettmann anlässlich der Orange Days

Nicole Krengel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Haan, Eva-Maria Düring, Leiterin des Frauenhauses,Sylvia Wiederspahn, Soroptimistin aus Haan

Jede dritte Frau in Deutschland ist sexueller und/oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Aber nur 20% der Frauen, die Gewalt erfahren, nutzen die bestehenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen.

In der Evangelischen Kirche in Haan diskutierten am Freitag, den 4.12.2020,  Nicole Krengel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Haan und Eva-Maria Düring, Leiterin des Frauenhauses sowie der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Mettmann, unter Moderation von Sylvia Wiederspahn, Soroptimistin aus Haan, dieses Thema.

Seit Ausbruch der Pandemie leben viele Paare und Familien auf engerem Raum zusammen, haben tendenziell mehr Sorgen und Existenzängste und gleichzeitig weniger Möglichkeiten diese durch Aktivitäten zu verarbeiten und den dadurch ausgelösten Stress abzubauen. Das Konfliktpotential steigt erheblich und die Expertinnen gehen davon aus, dass hinter geschlossenen Türen viel Gewalt passiert.

Frau Düring erklärt diesen Gewaltkreislauf: „Gewalt fängt niederschwellig an z.B. mit fehlender Wertschätzung und Beleidigungen. Doch der Stress steigert sich weiter und die Gewalt dient dann als Blitzableiter. Der Aggressor entschuldigt sich und gelobt Besserung und die Betroffene will daran glauben. Zunächst beruhigt sich die Situation auch, bis es zu einer neuen Eskalation kommt.“
Ein Kind erlebt diese Gewalt in der Familie mit. Und auch wenn es selbst keine Gewalt erfährt, wächst es mit einer Grundangst auf, was zu Spätfolgen führt.

 

Betroffene Frauen in der Region können sich helfen lassen: Nicole Krengel macht deutlich, dass es zum einen das landesweite Hilfetelefon gibt: 08000116016. Es ist durchgängig 24 Stunden erreich und bietet Hilfe in viele Sprachen an. Zum anderen gibt es den SKFM Mettmann mit der Interventionsstelle. Dort kann man sich beraten lassen und bekommt zu der individuellen Situation passende Hilfsangebote vermittelt.

Um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen überreichte der Soroptimist Club Haan eine Spende in Höhe von € 500.- an den SKFM Mettmann.

Falls Sie die ganze Diskussion sehen und hören wollen, folgen Sie bitte diesem link:

https://www.youtube.com/watch?v=zQOfpanZqR8&feature=youtu.be




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